Ratgeber Tagesgeld - Tagesgeld ist eine gute Geldanlage für den Vermögensaufbau.

Ratgeber Tagesgeld

Tagesgeld ist kein Allheilmittel

Aber noch immer eine gute Geldanlage

 

Bereits seit einigen Jahren sinken die Geldanlage-Zinsen und damit auch die Zinsen für Tagesgeld. Für immer mehr Anleger stellt sich daher die Frage, ob sich ein Tagesgeld überhaupt noch lohnt oder ob Tagesgeld auch heute wirklich noch eine gute Geldanlage ist.

 

Angebot an Tagesgeldkonten wächst weiter

Sicher ist: Das richtige Tagesgeld zu finden ist heute nicht mehr so einfach, wie noch vor einigen Jahren. Mit dem immer größer werden Angebot an Tagesgeldkonten, ist auch die Vielfalt der Bedingungen, zu denen Anleger mit hohen Zinsen rechnen können, deutlich gewachsen. So gibt es neben zahlreichen Wechselangeboten, mit denen sich jedoch meist nur für einen kurzen Zeitraum nach der Anlage des Tagesgeldkontos überdurchschnittliche Tagesgeldzinsen erzielen lassen, Kombinationen aus Tagesgeld und Girokonto (Girokonten mit Guthabenverzinsung oder zeitlich befristet mehr Tagesgeldzinsen bei Eröffnung eines Girokontos) oder eine Kombination von Tagesgeld und Kreditkarte (z.B. Zinsen für Guthaben auf einem Kreditkartenkonto).

 

Mindestanlage und Zinsstaffel für Tagesgeld

Hinzu kommen Tagesgeldkonten, die sich nur für bestimmte Anlagebeträge eignen. So kann es vorkommen, dass die Zinsen erst ab Erreichen eines bestimmten Guthabens auf dem Tagesgeld gezahlt werden (Mindestanlage) oder nur einen Teil des Guthabens auf dem Tagesgeld überdurchschnittlich verzinst wird (anteilige Zinsstaffel). Dabei muss letzteres nicht sofort einen Nachteil für Anleger bedeuten. So lange die Zinsen auf dem Tagesgeld nicht nur für 1.000 EUR oder 2.500 EUR, sondern wenigstens für 10.000 EUR gelten, ist für die meisten Anleger der wichtigste Zweck des Tagesgeldkontos erfüllt – es soll attraktive Zinsen für den Teil der Geldanlage bieten, der als kurzfristige Reserve jederzeit abrufbar und vor allem sicher angelegt sein soll.

 

Einstieg in die Geldanlage

Verbraucherschützer empfehlen als „eiserne Reserve“ für unvorhersehbare Ausgaben etwa das drei- bis vierfache eines Monatseinkommens auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Anleger können damit einen soliden Grundstein für ihre Geldanlage legen.

 

Sicherer Vermögensaufbau?

Mit Tagesgeld.

Für Anleger, die diesen Betrag noch nicht erreichen, empfiehlt sich vor dem Abschluss langfristiger Fondssparpläne oder einer Versicherung zur Altersvorsorge zunächst ebenfalls die Eröffnung eines Tagesgeldkontos als Basis für den Vermögensaufbau. Mit der Einrichtung eines Dauerauftrags vom Girokonto wird das Tagesgeld automatisch zu einem kostenlosen Sparplan. Im besten Fall mit attraktiven Zinsen.

Gleichzeitig profitieren Anleger weiter von der vollen Flexibilität, die nur ein Tagesgeld bieten kann. So können Anleger im Fall der Fälle jederzeit Teilbeträge oder auch das gesamte Guthaben vom Tagesgeld abrufen. Gelegentlich werden Tagesgeldkonten daher auch als Abrufkonto oder Callgeld bezeichnet.

 

Eine gute Geldanlage - auch für höhere Beträge?

Entscheidend für die Beantwortung der Frage, ob ein Tagesgeld auch für größere Anlagebeträge die richtige Wahl ist, ist vor allem, wann welcher Teil der Geldanlage verfügbar sein muss. Nur so lassen sich mögliche Alternativen zum Tagesgeld, wie beispielsweise die Geldanlage in Festgeld, auf einem Sparkonto oder in (festverzinsliche) Wertpapiere objektiv  beurteilen. Guthabenanteile auf dem Tagesgeld, die nicht für unvorhersehbare Ausgaben täglich verfügbar sein müssen, können so zu festen und in der Regel besseren Zinsen angelegt werden.

Neben dem Vergleich der Tagesgeldzinsen mit den Zinsen möglicher Alternativen spielt dabei auch die jeweilige Markterwartung eine Rolle: Wenn sicher feststeht, dass die Zinsen schon in wenigen Wochen steigen, macht es natürlich mehr Sinn einen größeren Betrag als nur den "Notgroschen" auf dem Tagesgeld vorzuhalten und Teilbeträge vom Tagesgeld erst dann fest anzulegen, wenn die Zinsen wieder gestiegen sind. Bei rückläufigen Zinsen – vor allem aber auch, wenn sich abzeichnet, dass die Tagesgeldzinsen längere Zeit nicht steigen werden, ist es sinnvoller, die Anlage auf dem Tagesgeld auf den Teil der Geldanlage zu begrenzen, der wirklich täglich verfügbar sein soll. Für den Rest der Geldanlage lassen sich dann sofort höhere Zinsen erzielen.

 

Gut verzinst und pflegeleicht

Tagesgeld ist grundsätzlich noch immer eine pflegeleichte Geldanlage. Mit einem Tagesgeld müssen sich Anleger weder Gedanken über Kursschwankungen noch über die Verfügbarkeit ihrer Geldanlage machen. Über auf ein Tagesgeld eingezahltes Geld kann jederzeit verfügt werden. In dieser Eigenschaft ähnelt es einem Girokonto, allerdings gibt es für Tagesgeld in der Regel deutlich attraktivere Zinsen und für ein Tagesgeldkonto fallen keine Kosten an. Der wesentlichste Unterschied zum Girokonto: Anleger können nur über Guthaben auf einem Tagesgeld verfügen. Ein Dispositionskredit kann mit einem Tagesgeld nicht genutzt werden und das Tagesgeld kann nicht für den Zahlungsverkehr verwendet werden, das heißt Sie können keine Lastschriften oder Daueraufträge vom Tagesgeldkonto abbuchen lassen und keine Rechnungen bezahlen. Sattdessen dient ein Tagesgeld dem pflegeleichten Vermögensaufbau und ermöglicht das Parken einer Geldreserve, die dank der Anlage auf dem Tagesgeldkonto  jederzeit verfügbar ist.

 

Unser Fazit

Ein Tagesgeld ist mit Sicherheit immer die richtige Wahl für den Teil der Geldanlage, der jederzeit als „eiserne Reserve“ oder „Notgroschen“ zur Verfügung stehen soll. Das Guthaben auf dem Tagesgeld ist immer in voller Höhe und ohne Kosten verfügbar – online sogar sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Wie mit jeder Geldanlage ist auch bei einer Geldanlage mit Tagesgeld vor allem eines wichtig: Das Tagesgeldkonto, für das sich ein Anleger entscheidet, muss vor allem zu seinen individuellen Bedürfnissen passen.

 

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