Ratgeber Fonds

 

Investmentfonds - oder kurz Fonds - sammeln Gelder von Anlegern, bündeln diese und investieren sie in einen oder mehrere Anlagebereiche. Dabei ist in der Regel bereits vorab genau festgelegt, welche Wertpapiere der Fonds kaufen darf.

 

Arten von Fonds

Häufig werden Fonds ganz einfach danach kategorisiert, in welcher Region, welchem Land oder welcher Branche sie investieren. Neben weltweit anlegenden Investmentfonds, gibt es eine Vielzahl an Fonds, die einen lokalen Anlageschwerpunkt setzen, d.h. beispielsweise gezielt nur oder überwiegend Aktien und / oder Anleihen aus Europa kaufen. Die wohl gängigste Unterscheidungen von Fonds ist eine Einteilung in Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds und Mischfonds, d.h. in Abhängigkeit davon, in welche Wertpapiere ein Fonds (überwiegend) investiert.

 

Verschiedenste Fonds innerhalb einer Kategorie

Bei Fokusierung eines Fonds, der ausschließlich deutsche Aktien kauft lassen sich diese Obergruppen entsprechend eingrenzen: Im Beispiel wird ein solcher Fonds der Kategorie Aktienfonds Deutschland zugeordnet, während ein Fonds, der keine lokale Eingrenzung vornimmt der Kategorie Aktienfonds weltweit zugerechnet wird.  Neben der Region, in der ein Fondsmanager das Geld seiner Kunden anlegt, lässt sich zudem eine Unterteilung nach dem Anlagestil vornehmen: Fonds die ausschließlich Blue Chips, d.h. die Aktien großer Unternehmen in Portfolio nehmen, werden anders eingeordnet als Fonds, die auf sogenannte Nebenwerte setzen. Dabei sind sie jedoch nicht automatisch mit Value-Fonds (Anlage in substanzstarke Aktien) oder Growth (Kauf von Aktien stark wachsender Unternehmen) gleichzusetzen, denn so wie es Blue Chips gibt, die eine klare Wachstumsstrategie verfolgen, können auch Nebenwerte über einen hohen Substanzwert verfügen.

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Flexibel, ausgewogen, defensiv, offensiv

Ähnlich verhält es sich bei der Geldanlage in Mischfonds: Neben Mischfonds, deren Fondsmanagement eine Präferenz für eine bestimmte Region hat, lassen sie sich nach der Anlagestrategie unterteilen: Während defensive Mischfonds überwiegens in Zinspapiere investieren, offensive in jeder Börsenphase dagegen eine vergleichsweise hohe und ausgewogene Mischfonds eine mittlere Aktienquote aufweisen, haben flexible Mischfonds mehr Freiheiten: Ja nach "Börsenwetter" können sie auch einmal ganz ohne Aktien auskommen oder nach einem deutlichen Kursrückgang an den Aktienmärkten den Aktienanteil überdurchschnittlich aufstocken.

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Richtig vergleichen

Ein genauer Blick auf die Ausrichtung eines Fonds ist insbesondere deshalb besonders wichtig, um bei der Auswahl eines bestimmten Fonds für die eigene Geldanlage keinen Fehler zu machen. Sowohl Experten als auch Privatanleger greifen naturgemäß in der Vorentscheidung für die Geldanlage in Fonds auf Daten aus einem Fondsvergleich zurück. Um nicht zu einem falschen Ergebnis zu kommen, sollten die dabei verwendeten Fondsvergleiche nicht lediglich Fonds innerhalb ihrer "Hauptkategorien" vergleichen, da ein flexibler Mischfons je nach Marktlage immer deutlich anders abschneiden wird als ein offensiv oder defensiv anlegender Mischfonds. Besser ist es, sich im Vorfeld erst Gedanken über die eigenen Anlageziele und die Risikotoleranz in Bezug auf Kursschwankungen zu machen und je nach Ergebnis, nur passende Fonds innerhalb einer Vergleichsgruppe zu betrachten. Folgerichtig lohtn es sich nur bei Bereitschaft zur Inkaufnahme höherer Wertschwankungen überhaupt Aktienfonds oder offensive Mischfonds zu betrachten oder sonst eher auf defensive Mischfonds oder Immobilienfonds auszuweichen, die zwar kurz- und mittelfristig weniger Rendite versprechen, dafür aber deutlich weniger schwankungsintensiv sind.

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Ziel einer Geldanlage mit Fonds

Das wohl wichtigste Ziel eines Fonds ist es, Anlegern die nicht über ein Millionenvermögen verfügen, eine sinnvolle Streuung Ihrer Geldanlage über verscheidenste Wertpapiere und / oder Märkte zu ermöglichen, da dies regelmäßig zu einer Risikoreduzierung der Geldanlage beiträgt. Statt 100.000 Euro auf 10 oder 20 verschiedene Aktien zu verteilen, ist der gleiche Anlagebetrag bereits mit einem Fonds in der Regel auf viel mehr unterschiedliche Papiere verteilt.

Mittels der Anlage in Fonds, delegieren Anleger die Entscheidung, in welche konkreten Geldanlagen investiert werden soll an das Fondsmanagement. Häufig geschieht dies nicht nur, um mit der eigenen Geldanlage von der Expertise eines professionellen Fondsmanagements zu profitieren, sondern auch, um den eigenen Zeitaufwand für die Geldanlage im Depot zu begrenzen, da die wenigsten Privatanleger rund um die Uhr relevante Markt- und Kursinformationen zeitnah zur Umsetzung von Anlageentscheidungen nutzen können.

 

Rechtlicher Hinweis

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