Vorsicht Zinsfalle

Die häufigsten Fehler bei der Geldanlage mit einem Tagesgeld und wie Sie sie vermeiden.

Tagesgeld ist eine kurzfristige Geldanlage: Anleger können täglich über Ihr gesamtes Guthaben auf dem Tagesgeldkonto verfügen, ohne dass sie Kündigungsfristen einhalten oder Vorschusszinsen befürchten müssen. Die Kehrseite dieses Vorteils - die Zinsen für Tagesgeld sind variabel. Das heißt, dass sie auch von einem auf den anderen Tag sinken können.

Angesichts immer neuer Zinstiefs stellen sich immer mehr Anleger daher die Frage , ob es vielleicht doch besser gewesen wäre, wenigstens einen Teil der Geldanlage einmal zu festen Zinsen anzulegen. Aber wer kommt schon auf die Idee, Guthaben für mehrere Jahre zu einem Zinssatz anzulegen, der nur geringfügig über den aktuellen Tagesgeldzinsen liegt? Auch jetzt ist es noch nicht zu spät dafür.

Nullzinsrisiko ausschalten!

Leider ist diese Frage, wie sich Nullzinsen - oder bei der Anlage größerer Guthaben sogar Minuszinsen - für die Geldanlage  vermeiden lassen, heute immer noch mindestens so aktuell wie vor drei oder fünf Jahren. Denn noch immer gehen Experten davon aus, dass trotz zaghafter Anzeichen einer Zinswende, wirklich spürbare Zinserhöhungen bei Anlegern in Europa erst in einigen Jahren ankommen werden.

Auf Grund der anhaltenden Niedrigzinsphase gehen Experten mittlerweile sogar so weit, Tagesgeld gar nicht mehr als Form der Geldanlage gelten zu lassen, sondern höchstens noch als eine Art "erweiterten Tresor" für Guthaben, die wirklich schnell verfügbar sein müssen. (Nennenswerte) Zinsen lassen sich mit einem klassischen Tagesgeld schließlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr erzielen. Wie im Tresor scheint Geld auf einem Tagesgeldkonto in einem zinslosen Raum gefangen.

Aktuelle Zinsen

Vorsicht Zinsfalle!

Wenn die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt sinken, passen Banken in der Regel zunächst "nur" die Zinsen für Festgeld und Sparbriefe nach unten an. Das hat zur Folge, dass Anleger bei rückläufigen Zinsen für längerfristige Geldanlagen wie Festgeld häufig nicht mehr oder sogar geringere Zinsen als für Guthaben auf einem Tagesgeld erhalten. Aktuell lässt sich sogar beobachten, dass sich eine Reihe von Banken, die zuletzt überhaupt noch Festgeldzinsen gezahlt haben, statt einer (letzten?) Zinssenkung auf 0,00% entschieden hat, einfach gar kein Festgeldkonto mehr anzubieten.

Spätestens seit es so gut wie keine Tagesgeldzinsen mehr gibt, lässt sich das gleiche Phänomen auch für die Anlage von Guthaben auf einem Festgeld beobachten. Zinsen für Angebote mit längeren Laufzeiten sinken vor den Zinsen für eine Geldanlage mit höherer Verfügbarkeit, wie diese im Vergleich zu Festgeld beispielsweise noch auf einem Sparkonto gegeben ist.

Was auf den ersten Blick paradox wirkt, ergibt bei näherer Betrachtung für Banken duchaus Sinn: Während die Zinsen auf einem Festgeld für den gesamten Anlagezeitraum garantiert sind, können Tagesgeldzinsen täglich angepaßt werden. Gehen Experten von sinkenden Zinsen aus, macht es für eine Bank damit keinen Sinn mehr, eine langfristige Verpflichtung auf Zahlung hoher Zinsen einzugehen. Für Anleger heißt es deshalb immer wieder auch Sonderangebote für Festgeld im Blick zu behalten.

Festgeld

Feste Zinsen sichern!

In den letzten Jahren haben immer mehr Anbieter für Tagesgeld mit festen Zinsen geworben. In der Regel sind diese Angebote jedoch auf das erste bei einer Bank eröffnete Tagesgeld beschränkt, d.h. sie gelten nur für Neukunden und werden in der Presse daher häufig auch als befristete Neukunden-Angebote oder Lockvogelangebote bezeichnet. Oft sind diese Tagesgeldkonten mit zusätzlichen Bedingungen ausgestattet - der beworbene Zins gilt nur für geringe Anlagebeträge und vor allem nur für eine begrenzte Zeit.

Mehr Zinskontinuität

Während Tagesgeldvergleiche im Internet häufig das Gegenteil behaupten: Zinshopping zahlt sich selten aus. Das liegt nicht nur daran, dass ein ständiger Wechsel der Bank immer auch mit einigem Aufwand verbunden ist. Selbst für Anleger, für die es kein Problem ist, alle paar Monate neue Formulare auszufüllen, sich in der Postfiliale für das PostIdent anzustellen und gegebenfalls immer wieder einen neuen Freistellungsauftrag zu stellen, hat sich Zinshopping nur ausgezahlt, wenn sie das anzulegende Geld zwischenzeitlich wirklich benötigt haben. Alle anderen sind besser beraten gewesen, sich und ihrem Vermögen auch einmal längere Zeit feste Zinsen zu gönnen. Denn nur allzu oft waren die Zinsen für eine Neuanlage nach Ablauf eines vermeintlichen Schnäppchenangebots in den vergangenen Jahren immer mit noch weniger Zinsen verbunden.

Festgeld und Sparkonto als Alternative zum "Zinshopping"

Besonders für Anleger, die keine Lust haben, ständig die Bank zu wechseln, um für einige Monate feste Zinsen für Ihr Kapital auf dem Tagesgeld zu erhalten und sich auf Grund der allgemeinen Zinsentwicklung sogar beim nächsten Anbieter mit noch weniger Zinsen zufrieden geben müssen, lohnt sich ergänzend oder alternativ zum Tagesgeld ein Sparkonto mit Zinsgarantie oder ein attraktiv verzinstes Festgeld mit längerer Laufzeit. Nur so können sie wirkich sicher sein, nicht schon in kürzester Zeit der nächsten Zinssenkung zum Opfer zu fallen.

Aktuelle Angebote

 

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