Vorsicht Zinsfalle! Wann Tagesgeld und wann Festgeld die richtige Geldanlage ist.
Nach den ersten zaghaften Zinserhöhungen im Frühjahr und Sommer 2011 hat die Europäische Zentralbank schon kurz darauf eine längere Zinspause angekündigt. Nur wenige Wochen später begann sie bereits wieder den Leitzins zu senken - mittlerweile sogar wieder auf den historisch niedrigsten Stand. Experten rechnen nun für längere Zeit mit niedrigen Zinsen. Was bedeutet das für Ihre Geldanlage? Welche Auswirkungen sind auf die Zinsen bei Tagesgeld und Festgeld zu erwarten? Lohnt es sich, einen Teil des Vermögens jetzt noch in Festgeld anzulegen?
Festgeld und Sparbiefe: Die Zinsen sinken bereits
Zinsentwicklung bei Festgeld weckt Erinnerungen
Während die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt bereits sinken, passen Banken in der Regel zunächst "nur" die Zinsen für Festgeld und Sparbriefe nach unten an. So auch aktuell. Das hat zur Folge, dass Anleger bei rückläufigen Zinsen für längerfristige Geldanlagen wie Festgeld geringere Zinsen als für täglich verfügbare Geldanlagen erhalten.
Zu beobachten war dieses Phänomen auch während der Finanzkrise in 2008 und bis in das Jahr 2009 hinein. Anleger, die sich die damals deutlich höheren Zinsen für 2 Jahre oder länger gesichert haben, hatten nicht bereits nach 6 Monaten das Problem, dass es bei Fälligkeit für die Wiederanlage statt 4% oder 5% plötzlich weniger als 3% Zinsen gab. Ähnlich schlecht beraten war, wer sein komplettes Geld auf einem Tagesgeldkonto angelegt hatte, obwohl eigentlich nicht der gesamte Anlagebetrag täglich verfügbar benötigt wurde. Denn er saß plötzlich in der Zinsfalle: auch für Tagesgeldkonten reduzierten sich die Zinsen im Laufe des Jahres 2009 von zum Teil über 4% auf unter 2%.
Das Problem: Auf dem Tiefststand machte eine Umschichtung in Festgeld und Sparbriefe keinen Sinn mehr. Ab Mitte 2010 hieß es abwarten, denn in Erwartung steigender Zinsen auf Grund des deutlich verbesserten wirtschaftlichen Umfelds sollten auch die Zinsen für Tagesgeld wieder steigen. So kam es auch: Als eine der ersten Banken erhöhte die MERKUR BANK bereits im November 2010 die Zinsen für das Tagesgeld. Ein weiterer Zinsschritt erfolgte in Erwartung der Leitzinsanhebung der Europäischen Zentralbank im Frühsommer. Dabei machte die MERKUR BANK wie immer keinen Unterschied zwischen Neu- & Bestandskunden. Ebenfalls fair: Kunden der MERKUR BANK mußten nicht erst bis zum Vollzug der Leitzinsanhebung im Juli warten, sondern profitieren bereits seit dem 01.06.2011 von 2,25% Zinsen auf Ihrem Tagesgeld.
Warum Tagesgeld höhere Zinsen als Festgeld bringt
Was auf den ersten Blick paradox wirkt, ergibt bei näherer Betrachtung duchaus Sinn: Denn während die Zinsen auf einem Festgeld für den gesamten Anlagezeitraum garantiert sind, können Tagesgeldzinsen täglich angepaßt werden. Gehen Experten von sinkenden Zinsen aus, macht es für eine Bank damit keinen Sinn mehr, eine langfristige Verpflichtung auf Zahlung hoher Zinsen einzugehen.
So geschehen bereits Anfang September bei Sparbriefen, Festgeld oder auch Anleihen von comdirect, der Volkswagenbank, der Deutschen Bank und vielen Sparkassen und Volksbanken. Letzte "Schnäppchen" gibt es aktuell nur noch bei Banken mit ausländischer Einlagensicherung oder Banken, die sich auf Grund ihrer wirtschaftlichen Entwicklung schwer tun, am Geld- und Kapitalmarkt Liquidität zu günstigen Konditionen aufzunehmen. Denn letztlich ist Liquidität für eine Bank nichts anderes, als es ein Rohstoff in der verarbeitenden Industrie ist. Dabei stellen die Zinsen, die eine Bank für Liquidität, also für Schuldverschreibungen, Anleihen oder eben auch Tagesgeld und Festgeld zahlt, nichts anderes dar, als den Preis für den "Rohstoff" Geld. Wie bei Staaten ist dieser Preis auch bei Banken von ihrer Kreditwürdigkeit abhängig. Eine Bank, die über mehrere Jahre kein Geld verdient, wird es folglich schwerer haben, Liquidität aufzunehmen, weil das Anlegervertrauen in die Bonität der Bank nachlassen wird. Zudem muß sie unter Umständen riskantere Geschäfte eingehen, um den notwendigen höheren Zins, den sie ihren Anlegern zahlen muß, auch wieder zu erwirtschaften.
Die MERKUR BANK hat schon während der Finanzkrise davon profitiert, dass sie auf riskante Geschäfte verzichtet hat: Wir betreiben keinen Eigenhandel mit Wertpapieren und hatten weder 2008 notleidende Wertpapiere auf US-Immobilien im Bestand, noch halten wir aktuell Staatsanleihen aus Griechenland oder anderer bonitätsschwacher Länder. Unser Geschäftsmodell richtet sich ausschließlich an realen Werten im deutschen Mittelstand aus. In einer für viele Banken immer noch schwierigen Zeit, zeichnet sich 2011 für die MERKUR BANK bereits heute das zweite Rekordjahr in Folge in ihrer über fünfzigjährigen Geschichte ab.
Zinsanpassung auch beim Festgeld der MERKUR BANK
Seit der Ankündigung einer "Zinspause für einen längeren Zeitraum" durch die Europäische Zentralbank in Reaktion auf das sich eintrübende wirtschaftliche Umfeld und die weitere Unsicherheit um die Staatsschulden von Griechenland und einiger anderer EURO-Länder im Sommer des vergangenen Jahres hat sich die Verzinsung der als sicher geltenden zehnjährigen Bundesanleihen bereits auf weniger als 2% reduziert. Das freut Häuslebauer, denn damit sind auch die Zinsen für eine Baufinanzierung weiter gesunken. Für Anleger ist die Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten hingegen ein wenig erfreulicher Indikator. Auch die MERKUR BANK geht davon aus, dass es vorerst zu keinen weiteren Zinserhöhungen kommen wird und paßte daher die Konditionen für Neuabschlüsse im FestgeldPlus entsprechend an.
Tagesgeld oder Festgeld: Einfache Rechnung
Festgeld spielt Vorteile bei sinkenden Zinsen aus
Während Tagesgeld die richtige Wahl ist, wenn die Zeichen eindeutig auf Zinserhöhung stehen, da dann naturgemäß auch die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto wieder steigen, können sich Anleger mit einem gezielten Laufzeitenmix in Zeiten niedriger und/oder Erwartung sinkender Zinsen mit einem Festgeld oder Sparbrief garantierte Zinsen für den Teil Ihres Vermögens sichern, den sie nicht täglich verfügbar oder auf Grund einer geplanten Anschaffung sowieso erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigen. Denn so, wie sich ein steigendes Zinsumfeld positiv auf die Zinsen für Tagesgeld auswirkt, machen auch sinkende Zinsen vor einem Tagesgeld nicht halt.
Selbst mit dem ständigen Aufwand eines Kontowechsels, weil es gute Tagesgeldzinsen bei vielen Banken mittlerweile nur noch für Neukunden oder "neues Geld" gibt, konnten im Jahr 2010 gerade einmal an die 2% Zinsen erzielt werden. Die Zinsen für Bestandskunden lagen beim Tagesgeld-Pionier, der DiBa, und vielen anderen Banken lange Zeit sogar nur bei mageren 1,30% oder darunter. Zwar mußten sich Kunden der MERKUR BANK keine Gedanken darüber machen, ob Sie Kunden erster oder zweiter Klasse waren, da die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld bei uns immer gleichermaßen für Neukunden und treue Bestandskunden gelten. Aber auch an unseren Konditionen ging die allgemeine Zinsentwicklung nicht vorbei, wie der historische Rückblick auf die Tagesgeldzinsen zeigt. Wer sich zuvor rechtzeitig feste Zinsen gesichert hat, war jedoch von dieser Entwicklung nicht betroffen und konnte sich über noch höhere Zinsen als auf unserem fairen Tagesgeld, mit dem wir bereits 2010 vom Nachrichtensender n-tv und der FMH-Finanzberatung zur Besten Tagesgeldbank gekürt wurden, freuen.
Festgeld oder Sparbrief
Während Festgelder in der Regel mit Laufzeiten von 1 Monat bis zu einem Jahr angeboten werden, eignet sich ein klassischer nicht nachrangiger Sparbief, um für den Teil der Anlage, die längere Zeit nicht benötigt wird (in der Regel 1 bis 10 Jahre), höhere Zinsen zu erzielen. Für einen Sparbrief wird dabei eine Urkunde ausgestellt, was den Abschluß über das Internet etwas erschwert. Bezüglich der Einlagensicherung gibt es keinen Unterschied zwischen einem Festgeld und einem Sparbrief. FestgeldPlus - das Online-Festgeld der MERKUR BANK - vereint die Vorteile beider Geldanlageformen: die Eröffnung ist unkompliziert online möglich, Anleger können zwischen Laufzeiten von 6 Monaten bis zu 5 Jahren wählen und kennen bereits bei Abschluß den garantierten Festzins, der während der gesamten Laufzeit nicht mehr sinken kann. Kunden der MERKUR BANK können Ihr Festgeld sogar ohne erneuten Papieraufwand 7 Tage die Woche im Online-Banking eröffnen und profitieren wie bei unserem Tagesgeld von den gleichen fairen Konditionen wie Neukunden unseres Hauses.
Einfache Rechnung: Mehr Zinsen als mit Tagesgeld
Bei der Entscheidung für Festgeld spielt die Zinserwartung, wie vorstehend bereits angeführt, eine entscheidende Rolle. Wer von einer schnellen positiven Lösung der EURO-Schuldenkrise ausgeht oder auch überzeugt ist, dass die aktuell sich leicht abschwächende Konjunktur nur eine vorübergehende Wachstumsdelle darstellt, wird mit wieder schnell steigenden Zinsen rechnen. Bei dieser Einschätzung wäre die Entscheidung für ein Festgeld die falsche Entscheidung. Wer jedoch wie viele Experten von einer längeren Zinspause ausgeht, kann sich jetzt mit mittleren Laufzeiten noch einen echten Mehrertrag für die Geldanlage sichern.
Ein Beispiel: Für 50.000 EUR Anlage erhält ein Anleger mit Festgeld bei einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 3,00% p.a. 1.500 EUR Zinsen im Jahr. Nach 2 Jahren beträgt der Zinsertrag insgesamt 3.000 EUR, nach 3 Jahren 4.500 EUR und nach 5 Jahren 6.000 EUR. Um nach dem zweiten Laufzeitjahr mit Tagesgeld besser abzuschneiden, müßten die Tagesgeldzinsen im TagesgeldPremium von derzeit 2,25% bei einer Anlage ab 50.000 EUR nach einem Jahr bereits auf mehr als 3,75% steigen. Nur so ließe sich der Zinsnachteil des ersten Jahres wieder wett machen. Bleiben die Zinsen für Tagesgeld 2 Jahre auf dem aktuellen Niveau von 2,25% p.a., müßten sie im dritten Jahr schon auf 4,50% steigen, um am Ende des dritten Jahres den gleichen Zinsertrag für das Vermögen des Anlegers verdient zu haben. Noch nicht berücksichtigt dabei ist die mittlerweile höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen für Tagesgeld zwischenzeitlich noch einmal sinken können.
Vorteil Zinseszins
Anleger können bei einer Laufzeit ab 2 Jahren bei der MERKUR BANK selbst entscheiden, ob Sie die Zinsen für ihr Festgeld jährlich augezahlt bekommen möchten oder die Zinsen auf dem Festgeld verbleiben und mitverzinst werden sollen. Damit ergibt sich im vorgenannten Beispiel ein noch größerer Zinsvorteil der Geldanlage mit Festgeld gegenüber dem Tagesgeld - es sei denn, Sie halten eine Zinserhöhung für Tagesgeld auf mehr als 3% im gegenwärtigen Marktumfeld für realistisch.
Zu lange Laufzeiten meiden
Gerade weil wir uns trotz der Zinserhöhungen vom Frühjahr und Frühsommer 2011 derzeit längst nicht in einer klassischen Hochzinsphase befinden, bietet die MERKUR BANK aktuell keine Festgeld-Laufzeiten von mehr als 5 Jahren an. Eine Geldanlage, die theoretisch für einen noch längeren Zeitraum angelegt werden kann, sollte besser erst bei wieder höheren Zinsen festgeschrieben werden. Denn möglicherweise sieht die Welt in 5 oder 6 Jahren schon wieder ganz anders aus, wozu also heute für 10 Jahre binden, wenn es in 5 Jahren für eine dann (noch) 5jährige Laufzeit deutlich mehr Zinsen geben kann. Eine 10-Jahres-Geldanlage eignet sich nur für langfristig orientierte Anleger, die überzeugt sind, dass die viel zitierten "japanischen Verhältnisse" (Niedrigzinsen seit den 1990er Jahren) definitv auch auf Europa zukommen.
Besser: Wer sich für einen größeren Anlagebetrag feste Zinsen sichern möchte, ist gut beraten, verschiedene Laufzeiten zu kombinieren. So verringert sich die Gefahr, dass die Wiederanlage bei Fälligkeit von Festgeld erneut in einem Niedrigzinsumfeld erfolgt: verschiedene Beträge werden zu unterschiedlichen Terminen fällig und können unter Berücksichtigung des dann aktuellen Zinsniveaus und der benötigten Verfügbarkeit der Geldanlage neu angelegt werden. Die Anlage von Festgeld ist bei der MERKUR BANK bereits ab 10.000 EUR möglich und bietet damit eine gute Möglichkeit, verschiedene Festgeld-Laufzeiten entsprechend des individuellen Bedarfs zu kombinieren.
Sichere Geldanlage: Einlagensicherung im Vergleich
Tagesgeld und Festgeld mit Einlagensicherung
Gerade angesichts der täglichen Meldungen zum Fortgang der Schuldenkrise einiger EUR-Länder und nach den Kursrückgängen an den Börsen seit Ende Juli steht die Sicherheit ihres Vermögens für viele Anleger wieder absolut im Vordergrund. Mit Tagesgeld und Festgeld setzen Anleger auf die klassischen sicheren Geldanlagen, denn sie unterliegen der Einlagensicherung.
Gesetzliche Einlagensicherung in der EU
Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt in der EU seit dem 01.01.2011 einheitlich 100.000 EUR bzw. den entsprechenden Gegenwert in Landeswährung (z.B. ca. 85.000 GBP bei Banken aus Großbritannien). Eine europäische Einlagensicherung, von der oft die Rede ist, gibt es dabei jedoch nicht. Im Fall der Fälle müssen sich Anleger auch 3 Jahre nach dem Aus der Kaupthing-Bank heute immer noch an die jeweilige Einlagensicherung des Landes wenden, in denen die Bank, bei der sie ihr Tagesgeld oder Festgeld führen, ihren Hauptsitz hat.
Deutsche Einlagensicherung
Für viele Kunden auch mit einer Anlage von weniger als 100.000 EUR Grund genug, sich bewußt für ein Tagesgeld mit voller deutscher Einlagensicherung zu entscheiden. Denn selbst bei ausländischen Banken, die Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind, schützt dieser nur den Teil der Einlage eines Kunden, der über 100.000 EUR hinausgeht. Bei der MERKUR BANK sind pro Kunde mehr als 12 Mio EUR durch den Einlagensicherungsfonds abgedeckt. Bei Interesse finden Sie hier weitere Informationen zur Einlagensicherung.







